Sep 26 2008
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Jörg D. Leuppi, PD Dr. med., PhD
Geboren in Basel. Staatsexamen und Doktorat in Medizin (Dr. med.), Universität Basel sowie "Doctor of Philosophy (PhD)" Universität Sydney, Australien.Spezialarzt FMH in Innere Medizin und Pneumologie. Privatdozent in Innere Medizin, speziell Pneumologie, der Universität Basel. Leitender Arzt Innere Medizin, Universitätsspital Basel.
Hauptforschungsinteresse Diagnostik und Therapie chronisch-obstruktiver Lungenkrankheiten wie Asthma und COPD. Mehr ...
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Kuerzlich wurden neue Daten aus dem ‘Nurses’ health study, United States’ publiziert (BMJ 2008:337:a1440). Unter 77782 Krankenschwestern zwischen 34 und 59 Jahre alt, die seit 1980 an dieser Studie teilnehmen, waren 8882 Todesfaelle. 28% dieser Todesfaelle konnten direkt auf das Rauchen zurueckgefuehrt werden.
Wenn es den Krankenschwestern, die taeglichen Umgang mit kranken und sterbenden Menschen haben, nicht gelingt ‚nein’ zu einer Zigarette zu sagen, was sind die Chancen fuer andere Menschen?
Eine interessante Frage. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich folgendes beitragen: Das ist wohl definitiv eine Kopfsache. Wer “muss”, (aus welchen Gründen auch immer – meist gesundheitliche Gründe) kann nicht. Aber wer selber davon überzeugt ist, schaffts.
@ Camel Lite: Rauchen ist eine “Suchterkrankung”, deren “Ausprägung” individuell sehr unterschiedlich sein kann. So gibt es zum einen Menschen, die können einfach ab und zu an einer Party die eine oder andere Zigarette rauchen und es sonst sein lassen und zum anderen sind da die häufigen “anderen”, die täglich >1 Pack rauchen müssen; da scheinen offensichtlich täglich gesehene, abschreckende Bilder nicht zu “helfen”. Es rauchen ja nicht nur Pflegenden; es gibt Raucher in allen Bereichen der Gesundheitsberufe. Immerhin gibt es Ameriikanische Daten, dass das Rauchen bei den Ärzten zurück zu gehen scheint (Smith DR. Tob Induc Dis 2008;4:1-9)
ad hans: Guter Punkt: Der eigene Wille (“ich will aufhören”) ist ganz klar matchentscheidend. Nur wer wirklich überzeugt ist, mit dem Rauchen aufhören zu wollen, hat gute Chancen es auch zu können!
Vielen Dank fuer Ihre Antwort.
Bei Tabakfrei.de (http://www.tabakfrei.de/raucherentwoehnung.htm) steht: ‘Eine gute Methode zur Raucherentwöhnung sollte folgende Kriterien erfüllen:
Dauerhafte Wirksamkeit (länger als 12 Monate rauchfrei)
Bereitstellung von Hilfen und Strategien für drohende Rückfallgefahren
Die Methode soll praktikabel und auch bezahlbar sein
Der durchführende Therapeut sollte erfahren und gut ausgebildet sein’
Ihrer Meinung nach, welche Methoden erfuellen diese Kriterien am Besten?
Die Rauchenden müssen vor allen aufhören wollen! Sie sollten idealerweise den klaren Wunsch dazu äussern. Dann ist m.M. das Bereitstellen von Hilfen und Strategien für drohende Rückfälle sehr wichtig. Daneben ist es sicher “wünschenswert”, wenn die “Therapeuten” wissen von was sie sprechen.